von Gilbert Brands
18 Nov
Der Einsatz der SPD für eine längere Zahlung von ALG ist zwar - genau betrachtet - unter bestimmten Umständen alles andere als positiv für die Betroffenen, doch zumindest hat das doch mal ein paar Abgeordnete darauf gebracht, man nachzufragen, wieviel Geld die Leute wirklich bekommen, und sie waren wohl ob der Unzureichendheit der Summe überrascht.
Nun laufen ja in diversen Fernsehsendern laufend sehr komische Shows: Frauentausch, Hundetausch, Kindertausch, Hosentausch usw. Das schaut sich zwar keiner an (zumindest streitet das jeder, der für seriös gehalten werden will, ab), doch scheint es der eine oder andere aufzunehmen, wobei, wenn er erwischt wird, die übliche McDonalds-Ausrede kommt: nein, das mache man nicht für sich, aber der Nachbar habe gebeten, ob …
Zu den Shows könnte man ja mal eine weitere hinzunehmen, den Politikertausch. Dazu nehme man einen gut verlausten, ungewaschenen Hartz-IV-Proleten, wie man ihn in den Mittags-Talk-Shows finden kann, packe ihn in einen grauen Einheitsanzug und schicke ihn ins Parlament, um im Gegenzug einen nicht zu fetten Abgeordneten in Jeans zu stecken und ins Ghetto zu schicken.
Ob’s interessant wird, bliebe abzuwarten. Der große Vorteil einer solchen Show wäre die auf jeden Fall gewährleistete Kontinuität der Parlamentsarbeit. Ich glaube nicht, dass der Bürger an den Gesetzen irgendeine Veränderung bemerken würde, selbst wenn viele Abgeordnete auf einmal ausgetauscht werden oder statt des Hartz-IV-Proleten ein Orang-Utan aus dem nächsten Zoo der Partner ist. Blödsinn bleibt Blödsinn. Und sollte einer der Ausgetauschten im Ghetto verhungern oder sonstwie unter die Räder kommen - es wäre noch nicht mal eine Nachwahl oder ein Nachrücken notwendig.
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