von Gilbert Brands
11 Feb
Keine Bange! Diesmal geht es nicht um den ehemaligen obersten Chef der Inquisitionsnachfolgeorganisation der Kirche, Papst Benedikt XVI. Die Kirche hat sich zumindest in der Beziehung an die christliche Botschaft erinnert, aber was macht man mit Leuten, bei denen das gerade erst richtig losgeht ?
Es bringt an der Stelle nichts, auf die Amerikaner oder die Isrealis zu schimpfen und denen die Schuld an der zunehmenden Radikalität der islamischen Welt zuzuschustern. Die mögen zwar beschleunigende Katalysatoren sein, aber die Situation hätte sich vermutlich auch ohne diese beiden Mitspieler dahin entwickelt, wo sie heute steht, wenn auch vielleicht etwas langsamer. Die Entwicklung hat bereits Wilhelm II. im späten 19. Jahrhundert vorhergesagt und konnte auch in der 1. Marokkokrise durch seinen Provokationsritt durch Tanger kleinere eigene Erfahrungen beitragen. Der Ritt diente zwar zur Provokation Frankreichs, aber mulmig scheint Wilhelm die Situation eher wegen der örtlichen Bevölkerung gewesen zu sein, wenn man seinen Biografen vertrauen darf.
Die Parallelen der derzeitigen Entwicklung in der islamischen Welt zur Inquisition in der Kirche sind wohl kaum zu übersehen und auch zeitlich korrekt, wenn man die um 600 Jahre kürzere Geschichte des Islam berücksichtigt. Wie die Christen die Juden während der Inquisitinszeit erschlagen haben, so erschlagen vielerorts heute die Moslems die Christen, und wenn die Christen ihre Häretiker auf die eine oder andere Art umgebracht haben, so bedienen sich die Moslems untereinander heute ähnlicher Mittel mit gleichem Endresultat. Einer in der Entwicklung versteinerten christlichen Gesellschaft der damaligen Zeit steht eine ebenfalls in der Versteinerung und Ignoranz in fast jeder Beziehung befindliche islamische Gesellschaft heute gegenüber.
Allerdings muss man zwei Unterschiede bemerken:
Nüchtern betrachtet ist eine Segregation der Welten wohl kaum zu vermeiden, zumindest was die muslimische Welt angeht. Die Zeichen stehen auf Vertreibung oder Vernichtung nichtmuslimischen Lebens in überwiegend muslimischen Ländern, wobei die Regierungen anscheinend aufgrund der fehlenden Zentralstruktur keinen Ansatzpunkt für ein Aufhalten des Prozesses sehen, sofern man ihnen nicht eine Mitwirkung bescheinigen muss. Urlaub in Ägypten oder anderswo im muslimischen Raum kann schon bald der Vergangenheit angehören, wenn man nicht ausgesprochener Suizidfan ist.
Gleichzeitig mit der Entmischung in muslimischen Ländern ereignet sich aber auch eine massive Mischung durch aktive Zuwanderung in christlichen Ländern, wobei man leider konstatieren muss, dass nur wenige zu einer gemäßigten Gruppe gehören, die in ihrer Heimat aufgrund ihrer Liberalität gefährdet wären, viele nur aus sozialen Gründen kommen, jedoch ohne die Absicht oder den Willen, ihre soziale Position durch eigene Arbeit zu ändern, viele (die meisten?) den inquisitorischen Ansichten des Islam anhängen und keinerlei Toleranz besitzen, und unsere politische Führung leider überhaupt keine kritisch differenzierte Ansicht zu dem Thema besitzt, sondern im Gegenteil die schlimmsten Auswüchse auch noch als “kulturelle Bereicherung” interpretiert.
Die Segregationsbestrebungen hören an unserer Grenze nicht auf, wie ->hier überdeutlich gezeigt wird. Während der Urbevölkerung auf der einen Seite Integrationsunwilligkeit vorgeworfen wird, werden die Segregationsbestrebungen der Gegenseite auch noch massiv von der Politik befördert und begrüßt. Und nicht nur das! Bei genauerem Hinsehen muss man feststellen, dass entgegen allem, was uns heilig sein sollte, eine Diskriminierung der Urbevölkerung im Gange ist, wobei die Akteure vermutlich sogar noch stolz auf ihr “Kulturverständnis” und ihre “Integrationsarbeit” sind.
Die Inquisition ist also schon hier, und in einer Mannschaftsstärke, die Übles beim Auftreten ernster Probleme befürchten lässt. Bürgerkriegszustände wie im ehemaligen Jugoslawien liegen nach Meinung einiger Kommentatore durchaus im Bereich des Möglichen, und jeder weitere Zuzug macht die Situation nur noch problematischer. Wie sollte man damit umgehen ?
Die radikale Lösung “Moslems raus” ist sicher nicht die geeignete (aber für manche halt schön einfach). Besser wäre ein Einsatz der eigenen Möglichkeiten und eine Unterstützung der interislamischen Segregation. Viele dürften durchaus anfällig für die Reize der Dschahiliya sein, denn ein versteinerter Gott, dem mit einem monotonen Ritual zu dienen ist, ist nicht das Gleiche wie die bunte Welt einer Britney Spears (um mal eine Figur zu nennen, auf die einige Moslems zu stehen scheinen), und das sollte man ausnutzen!
Dazu gehören eigentlich nur wenige Hauptmaßnahmen: zunächst einmal muss unserem Gesellschaftsbild uneingeschränkt Geltung verschafft werden. Wer sich muslimischen Beschränkungen unterwerfen will, den soll man nicht hindern, aber beim nächsten Menschen - sei es ein Fremder, die Schwester, die Frau oder ein Kind - muss unmissverständlich Schluss sein! Wer liberal sein will, muss vor seinen betonköpfigen Verwandten geschützt werden, notfalls durch deren Ausweisung, sofern eine andere als die deutsche Staatsbürgerschaft vorhanden ist.
Was die Türkei kann, können wir auch, was bedeutet: die Imame sind unter Kontrolle zu bringen. Hier den Imam sollte nur noch der spielen dürfen, der in Deutschland eine entsprechende Befähigung erhält (wir kontrollieren alles und halten für alles Berechtigungsscheine bereit, wieso nicht auch dafür), und die erhält er nur als liberaler Imam. Hassprediger müssen verschwinden, Prediger, die von anderen Staaten bezahlt werden ebenfalls, und wer sich nicht einschätzen lassen will, muss gehen. Ohne jemand, der dem Fußvolk täglich seine Überlegenheit gegenüber den Nichtmoslems ins Ohr flüstert und auf mittelalterlichen Normen besteht, wird sich das Problem unter dem Einfluss unseres Dschahiliya-Verhaltens merklich mindern. Und mit jemand, der im Gegenteil den frühmittelalterlichen Ballast des Islam endlich über Bord wird, kann nur hilfreich sein.
Last not least: wer die notwendigen Anstrengungen, sich zu einem die Sozialgesellschaft tragenden Mitglied zu entwickeln, nicht zeigt, muss gehen.
Zugegeben, auch das ist Segregation. Salopp gesprochen: menschenbezogen die Guten ins Töpfchen (hier), die Schlechten ins Kröpfen (musl. Länder), religionsbezogen eine deutliche Trennung zwischen modernem Islam, der den christlichen Kirchen deutlich näher stehen könnte als sein Widerpart und Vorgänger, der mittelalterliche Inquisitionsislam, der bleiben soll, wo buchstäblich der Pfeffer wächst.
2 Kommentare for "Über den Umgang mit der Inquisition"
Unsere Medienschaffenden nehmen nicht einmal mehr zur Kenntnis, was in islamischen Staaten los ist. Sie verniedlichen alles und jedes. Beharren darauf, dass man den Muslimen keine Aufklärung predigen darf. Ihre Haltung ist derart kriecherisch, dass einem die Haare zu Berge stehen.
“Dazu gehören eigentlich nur wenige Hauptmaßnahmen: zunächst einmal muss unserem Gesellschaftsbild uneingeschränkt Geltung verschafft werden. Wer sich muslimischen Beschränkungen unterwerfen will, den soll man nicht hindern”
am Auswandern.
… am Auswandern.
Schon, aber nur, wenn es sein Wunsch ist. Wer sich an die (=unsere) Regeln hält, den soll man auch nicht hindern, seine Freiheiten auszunutzen. Sonst sind wir schnell wieder dort, wo alle möglichen Randgruppen Repressalien ausgesetzt werden, und genau das soll nicht eintreten. Wenn die Moslems es allerdings als Repressalie ansehen, wenn die Scharia hier nicht gilt, ist es deren Pech.
Ich sehe das pragmatisch. Die den Religionen unterliegenden Grundbotschaften sind ok, auch wenn sich die Religionen zum größten Teil nicht drum kümmern. Wer den religiösen Firlefanz mitmachen will - bitte sehr. Ich kann damit nichts anfangen. Wer sich zum Sklaven irgendwelcher hirnloser Gebote macht, hat einen an der Klatsche, und das bekommt er von mir auch gesagt, wenn er mit seinen Spinnereien hausieren geht. Aber so was kann man nicht verhindern, also braucht man ein Arrangement, in dem beide miteinander leben können. Und da will ich eigentlich hin.
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