Da beschwert sich alle Welt über den Datenklau von Schäuble, und hier redet man sich (vergebens) den Mund fusslig, zumindest mal mit einer Email-Verschlüsselung anzufangen, und dann das! Ehrlich, hiermit lege ich das feierliche Versprechend ab, dass ich dem nächsten, der mir irgendwas über Datenschutz und Persönlichkeitsrechte vorjammert, eigenhändig was in die Fresse haue. Versprochen ist versprochen!

Zur Sache: da bietet beispielsweise die Firma google an, einen persönlichen Terminkalender für die Kunden zu führen. Wo die Daten nun verwaltet werden, weiß keine Sau (und wenn, ist diese schon längst verwurstet). Trotzdem vertrauen die Leute, die vermutlich äußerst sensibel auf Datenschutzdebatten reagieren, diesen externen Datenspeichern recht sensible Daten an: nicht nur, dass sie einen Arzttermin haben, sondern auch, dass es sich um eine Tripperbehandlung handelt, oder dass der Firseur mit der VISA-Karte XXXX-XXXX-XXXX-XXXX (von der Redaktion unkenntlich gemacht) bezahlt wurde. Anschließend wird dann noch (aus Versehen) die Auswahl “öffentlich ins Netz stellen” aktiviert.

Ähnliche Spielchen gibt es mit Angeboten à la “Anwendung + Betriebssystem aus dem Netz”, wie vor einiger Zeit in einem anderen Blog mal als DIE ENTDECKUNG gelobt. Schließlich kann man dann mit beliebigen PC, NOT-Book oder Ei-Pott von jeder Stelle der Welt aus sein Daten bearbeiten. Ich möchte nicht wissen, wie viele Steuererklärungen, Drogendeals und streng geheime Tiernahrungsrezepte auf diese Weise unter das wissbegierige Internetvolk gestreut werden.

Haltet mich für naiv, aber ich hab’ so was bisher nicht geglaubt, muss aber jetzt eingestehen, dass ich auf die Frage, wie blöd jemand sein kann, keine Antwort mehr weiß.