von Gilbert Brands
29 Jan
Im islamisch am dichtesten besiedelten fernen Südostasien ist eine Fatwa aufgetaucht, die Muslimen das Ausüben von Yoga verbietet.
Nach längeren und intensiven Studien konnte ein Mullah zweifelsfrei belegen, dass Yoga definitiv nicht von Mohammed erfunden bzw. ihm von Allah mitgeteilt worden ist. Es handele sich primär um eine hinduistische Praxis, und keinem rechtgläubige Moslem dürfe zugemutet werden, eine Praxis einer anderen Religion, die sich insbesondere im “Ommmmm”-Brummen während vieler Yoga-Übungen ausdrückt, auszuüben, weshalb es jetzt auch verboten wurde (eigentlich ziemlich eigenartig, denn sehr viele Muslime haben offensichtlich bislang diese Entspannungsübungen betrieben. Hat da Allah etwa bei Mohammed nicht aufgepasst, um das abzusegnen, was seine Anhänger ein paar Jahrhunderte machen?). Ein bekannter indischer Yogi hat inzwischen schon vorgeschlagen, die Muslime mögen doch “Allllaaaah” brummen statt “Ommmmmm”, aber irgendwie ist das nicht so richtig angekommen bis jetzt, und “Allllaaaah” eignet sich auch nicht so richtig zum brummen.
Mal abgesehen davon, dass viele Muslime dank Wegfalls der hinduistischen Entspannungsübungen noch hektischer und empfindlicher werden dürften (vielleicht nützt das ja der Empörungsgüterindustrie), stellt sich jetzt natürlich die Frage, ob und wann sie kapieren, dass Autos, Flugzeuge und Computer ebenfalls keine Erfindung Mohammeds sind bzw. Allah es auch in diesem Fall versäumt hat, das Zeug durch Muslime erfinden zu lassen, sondern es alles im christlichen Bereich von nachweislich sehr gottesfürchtigen Ingenieuren entwickelt wurde. Auch da wäre ein Verbot fällig, statt durch Investition von halal-Geld in haram-Sachen den Glauben zu verhunzen. Ich hoffe bald, denn ein voll-fett-krasse-3er-BMW-Notverkauf dürfte das Investitionsprogramm der Bundesregierung noch um Längen toppen …
3 Kommentare for "Aktuelles aus dem Islam"
Nun, man muss dem Mullah zugute halten dass er wenigstens nicht versucht, die Geschichte zu fälschen und das Yoga als Mohammeds Erfindung auszugeben.
Ommmmm
Hans
Es gibt viele Fetwas, wenn der Tag lang ist, und das ist er in der Regel. Es braucht aber schon einer gewissen Portion “Fanatismus” und “Übertreibungssucht” (ob nun islamisch oder nicht-islamisch) um jeder solch einen Wert beizumessen :D.
Ich kann Dir nur raten, was ich auch meinen muslimischen Freunden immer nur raten kann. Verfall nicht der “Fatwa-Sucht”. So macht man sich nur die Religion kaputt.
@Engin: da sprichst du das Problem schon ziemlich genau an. Eigentlich sollte man ja erwarten, dass diejenigen, die hier hin kommen, aufgeschlossener sind und vieles recht gelassen sehen. Dummerweise gewinnt man aber doch schnell den Eindruck, dass da ein Riss durch die Gemeinde geht und ein nicht gerade kleiner Anteil doch recht verbissen mit solchen Sachen umgeht.
Auf die Nichtmuslime wirken solche Spitzfindigkeiten irgendwie lächerlich, weil die christlichen Kirchen schon seit langer Zeit nicht meht in dieser Form etwas aufbauschen und darüber hinaus viele mit den Kirchen auch nicht mehr viel im Sinn haben. Normalerweise würde man sich darum auch nicht großartig kümmern (wie ja andere Religionen als der Islam kaum jemals öffentlichkeitswirksam auftauchen, obwohl Andersgläubige auch da viel zum Schmunzeln finden), wären da nicht die diversen Drohungen und Schlimmeres bei ziemlich harmlosen Sachen. Auf den Punkt gebracht: als Nichtmuslim weiß man nicht, wo man bei Muslimen dran ist, und entsprechend gibt es diese Aufmerksamkeit.
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